VATER UNSER 

nach dem Roman von Angela Lehner
in einer Fassung von Remo Philipp

 PREMIERE

07. Mai 2022
Staatstheater Mainz
 

 

BESETZUNG


Regie & Fassung
Remo Philipp
 

Ausstattung 

Sophie Lenglachner


Video
Clemens Malinowski

 

Licht 

Carolin Seel

Dramaturgie
Boris Motzki &
Bernd Ritter

 

Bewegungscoach 
John Wannhag

 

Fotos 

Andreas Etter

es spielen:

Eva Gruber

Carlotta Hein

 

Bernhard Gruber/Polizist

Daniel Mutlu

Dr. Korb/Polizist

Simon Braunboeck

Blonde Ärztin/Dumbo/
Mutter/Polizistin

Anna Steffens

 

 

INHALT

„Ich schaue mich auf dem Anstaltsgelände um – nur ein wenig, ich will noch nicht alles sehen – und entdecke zehn Meter entfernt ein Grüppchen joggingbehoster Menschen im Gemüsebeet. Eine Frau mit breiten Schultern redet auf ein paar von ihnen ein, während andere die Ernte auf ein am Boden ausgebreitetes Tuch legen.'Das ist aber pädagogisch wertvoll hier', sag ich zu meinem Wächter.“


Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest.
Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden… 
In Angela Lehners Debüt steht mit Eva Gruber eine Person im Mittelpunkt, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ, deren Aussagen immer wieder unsere Erwartungshaltung austricksen. So entsteht eine Reflexion über Sein und Schein, Realität und Spiel und die Frage taucht auf, welche Lügen welche Wahrheiten erträglich machen können…


"Angela Lehners fulminanter Roman, unsentimental, frech und direkt erzählt, ist Familiengeschichte, Krankenhausreport und Krimi in einem."
(Debütpreis der Jury des Österreichischen Buchpreises 2019)

 

 

PRESSESTIMMEN

"Stattdessen setz die Inszenierung auf Momente, die ihre Verstörung zeigen sollen - oder solche aufrichtiger Sentimentalität." - AZ