ROBINS GLÜCK IM UNGLÜCK 

von Tove Appelgren
Deutsche Erstaufführung

 PREMIERE

09. November 2017
Thalia Theater Halle
 

 

BESETZUNG


Regie
Remo Philipp
 

Ausstattung 

Markus Neeser

Dramaturgie
Katharina Brankatschk

 

Fotos 

Anna Kolata

es spielt:

Robin

Max Radestock

 

INHALT

Das erste Mal in seinem Leben ist der fünfjährige Robin unglücklich, als plötzlich sein Hamster stirbt. Diesen Verlust versteht er nicht. Um sich zu helfen, erfindet er einen Zauber, der ihn und seine Familie fortan vor Unglück schützen soll. Als er sein magisches Ritual eines Tages nicht aufmerksam genug durchführt und kurze Zeit später erfährt, dass seine Eltern sich scheiden lassen, nimmt Robin die Verantwortung dafür auf sich. Im festen Glauben daran, dass er die Scheidung hätte verhindern können, wenn er nicht so nachlässig gewesen wäre, zieht er sich zurück und lässt niemanden mehr an sich heran. Doch mit der Zeit lernt Robin, die neue Situation zu akzeptieren und begreift, dass Veränderungen zum Leben gehören. Schließlich haben sich die Eltern anderer Kinder auch getrennt. Und vielleicht ist es manchmal einfach besser so, wenn Erwachsene nicht mehr miteinander leben wollen. Robin erkennt, dass Trauer und Schmerz ein Teil des Lebens sind.

Mit Witz und Humor beschreibt das Stück, wie es Eltern in Trennung gelingen kann, Lösungen im Sinne der Kinder zu finden. Dabei spielt Robin sich selbst und alle anderen Figuren im Spiel des Lebens als junger Heranwachsender.

 

PRESSESTIMMEN

"Sehr einfühlsam, aber auch mit einer Prise Humor, erzählt Autorin Tove Appelgren die Geschichte um den jungen Robin mit all seinen Problemen. Schauspieler Max Radestock findet im intimen Rahmen des „Schaufensters“ schnell den Draht zu seinem jungen Publikum und beeindruckt mit seinem wandlungsfähigen Spiel. Ein Stück, das sich nicht nur Kinder und Eltern anschauen sollten, die gerade eine Trennung hinter sich haben." - Saalereporter

"Natürlich ist es die Stärke des Stücks und wohl auch der hauptsächliche pädagogische Effekt für Jung und Alt, dass die Scheidungsstory ausschließlich aus der Kindersicht geschildert wird.
Doch weder Autorin, noch Regisseur, Schauspieler oder die Thalia-Spielleiterin und Dramaturgin des Stücks Katharina Brankatschk wollen Robins Glück im Unglück nur als Lehrstück für Scheidungsbetroffene verstanden wissen.
Und doch: In einer Welt, in der jede zweite Ehe wieder in die Brüche geht, sind wohl alle Kinder potenzielle Scheidungskinder oder kennen zumindest welche in ihrem Freundeskreis. Das Argument ‚betrifft uns nicht‘ fällt jedenfalls in Bezug auf Robins Glück im Unglück aus. Man kann in diesem Theaterstück nur dazu lernen." - Städtische Zeitung

"Das Theaterstück wagt einen Blick in die Innereien einer Familie, die Zuschauer sind ganz bei der Sache, finden sich wieder, fühlen sich verstanden. Offen, ehrlich und glaubwürdig wird die gespaltene Familiensituation hier verhandelt, das kommt an. Der Schauspieler geht mit seinem Publikum einen emotionalen Pakt ein, er weiß, wovon er redet, und das Publikum nickt ihm wissend und begeistert zu.
Zu erleben, wie die kindlichen Zuschauer dieses Bündnis genießen, sich öffnen, zugeben, was bei ihnen nicht so läuft, macht Gänsehaut, ist zugleich erholsam und hinterfragt die eigene Wahrhaftigkeit. Sprechen, benennen, nachfragen, Gefühle zulassen, den Kloß im Hals lösen, würgen, bis es draußen ist, das passiert bei "Robins Glück im Unglück". Und schon ist alles nur noch halb so schlimm - fast gut. Bravo!" - Frizz